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Mai 25, 2008 at 1:04 pm (Willkommen)

Herzlich Willkommen!

 

Ich möchte euch hiermit einen kleinen Einblick in Russland geben

 

Viel Spaß dabei

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Fotogalerie

Mai 25, 2008 at 12:59 pm (Fotogalerie)

       

                                              

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Politik

Mai 25, 2008 at 12:37 pm (Politik)

Politisches System

Nach der russischen Verfassung vom 12. Dezember 1993 ist das Staatsoberhaupt der Präsident Russlands, der vom Volk für jeweils vier Jahre direkt gewählt wird. Die Legislative wird durch die Föderationsversammlung ausgeübt, die aus zwei Kammern besteht, dem Föderationsrat als dem Vertreter der Föderationssubjekte und der Staatsduma, die aus gewählten Abgeordneten besteht. Die exekutive Gewalt liegt bei der Regierung der Russischen Föderation, deren Ministerien aber teilweise dem Präsidenten direkt unterstellt sind. Der Premierminister von Russland, auch als Ministerpräsident bezeichnet, wird vom Präsidenten vorgeschlagen und muss von der Duma bestätigt werden.

 

 

Strittige Gebiete

Südlich der russischen Halbinsel Kamtschatka liegt die Inselgruppe der Kurilen. Die Kette von etwa 30 Inseln erstreckt sich bis 4 Kilometer vor die Küste Japans. Die Inseln standen seit 1875 unter japanischer Hoheit, als das sowjetische Russland sie 1945 im Zweiten Weltkrieg eroberte. Die südlichen Kurilen werden bis heute von Japan beansprucht. Seit 2005 laufen wieder Verhandlungen zwischen den beiden Staaten, die den Gebietsstreit beenden sollen. Siehe auch: Kurilenkonflikt

 

In der russischen Teilrepublik Tschetschenien versuchen islamische Unabhängigkeitsbewegungen, einen souveränen Staat zu errichten. De facto herrscht in der kaukasischen Republik seit 1994 permanenter Kriegszustand, das Ausmaß der Kontrolle russischer Kräfte über das Gebiet ist schwer feststellbar.

 

 

Umbruch nach der Auflösung der Sowjetunion

Russland war die mit Abstand größte Teilrepublik der Sowjetunion: es hatte 76 Prozent der Fläche und 52 Prozent der Bevölkerung (knapp 150 Millionen), zu denen noch manche Rückwanderer kamen. Seit Auflösung der Sowjetunion im Dezember 1991 ist Russland ein unabhängiger Staat und wurde mit Zustimmung der übrigen ehemaligen Sowjetrepubliken Rechtsnachfolger der Sowjetunion, die es politisch von jeher dominiert hatte. Die derzeit gültige Verfassung der Russischen Föderation wurde am 12. Dezember 1993 durch eine allgemeine Volksabstimmung angenommen und trat am 25. Dezember 1993 in Kraft.

 

Außenpolitisch stand die russische Führung nach Auflösung der Sowjetunion vor der Aufgabe, das Verhältnis Russlands gegenüber den übrigen früheren Sowjetrepubliken neu zu gestalten. Dies erfolgte u.a. durch Gründung der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (siehe nächsten Abschnitt) und einiger Verträge zu vertiefter Kooperation, vor allem mit Weißrussland, Ukraine und Kasachstan.

 

Im Inneren stand und steht die Regierung vor der Herausforderung, die Grundlagen der politischen und wirtschaftlichen Ordnung Russlands neu zu bestimmen. Russland war vor der Auflösung des Sowjetunion ein von der Kommunistischen Partei beherrschter Staat mit einer zentral verwalteten Planwirtschaft, die kein Privateigentum an Produktionsmitteln kannte. Die Wahl von Boris Jelzin zum Staatspräsidenten bedeutete das Ende der KP-Herrschaft in Russland. Privateigentum an Unternehmen wurde zugelassen, die zentrale Planung der Wirtschaft aufgegeben.

 

Dieser Umbruch brachte für die Bürger Russlands zweifellos mehr persönliche politische Freiheit. Die Entwicklung des politischen Systems unter Jelzin wurde von vielen jedoch eher als Auflösung einer gesicherten und berechenbaren staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung empfunden. Die politische Entscheidungsfindung im Geflecht des Familienclans Jelzins und seiner Hintermänner aus dem Kreis der Oligarchen, die durch die Privatisierungspraktiken der Regierung Jelzin innerhalb weniger Jahren zu immensen Vermögen gekommen waren, blieb intransparent, der Einfluss des Parlaments eng begrenzt.

 

 

Politische Kooperation der Nachfolgestaaten

Die Auflösung der Sowjetunion stellte Russland vor die Aufgabe, das Verhältnis zu deren Nachfolgestaaten neu zu gestalten. Im Ergebnis ist Russland jetzt im Vergleich zum engen Verbund in der Sowjetunion nur noch locker mit einigen früheren Sowjetrepubliken verbunden. Die bekannteste gemeinsame Organisation ist die GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten). Diesem 1991/1992 vereinbarten Zusammenschluss gehören 12 der 15 Nachfolgestaaten an; nur die 3 baltischen Staaten traten nicht bei.

 

Mit Weißrussland hat sich Russland in der Russisch-Weißrussischen Union zusammengeschlossen, auf die sich Jelzin mit Aljaksandr Lukaschenka (weißruss. Präsident seit 1994) verständigte. Sie wird jedoch von Kritikern als „kaum funktionierend und halb-illegal“ bezeichnet. Von ihr wurde lediglich die Verteidigungs- und vorübergehend die Zollunion umgesetzt.

 

Als nach Jelzin 1999 Wladimir Putin russischer Präsident wurde, kühlte sich das Verhältnis zu Weißrussland ab, dem Putin aber später den Beitritt in die Russische Föderation vorschlug. Lukaschenka lehnte dies ab, doch vereinbarte man 2004/2005 eine Währungsunion. Sie sollte zwar Anfang 2005 in Kraft treten, allerdings wurde dieser Schritt aufgrund offener Fragen bis heute (Juni 2006) nicht vollzogen Insgesamt ist die Integration Weißrusslands mit Russland von schwankendem Interesse geprägt und hat an Dynamik verloren.

 

Etwas beständiger ist demgegenüber das militärische Verteidigungsbündnis Russlands mit Weißrussland, Armenien, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan, die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (sogenannter Rat für kollektive Sicherheit). Ein neues Bündnis in Asien deutet sich mit der Shanghai Cooperation Organisation an, zu dem auch China gehört. Russland hat bereits im August 2005 ein gemeinsames Manöver mit den chinesischen Streitkräften durchgeführt.

 

 

„Gelenkte Demokratie“ Putins

Wladimir Putin, den Jelzin selbst als seinen Nachfolger nominiert hatte, gewann die Präsidentschaftswahlen im März 2000 mit 52,9 Prozent der Stimmen.

 

Staatspräsident Putin ist es seither gelungen, für mehr politische und wirtschaftliche Stabilität zu sorgen, allerdings auf Kosten der Meinungs- und Pressefreiheit und mittels einer sehr weitreichenden Konzentration der Macht in seinem Amt. Das Ziel, Russland zu einer pluralistischen Demokratie nach westlichem Muster – mit starken politischen Parteien, unabhängigen Verbänden, freien Medien und einer marktwirtschaftlich geordneten Wirtschaft – zu entwickeln, wird ihm von vielen Beobachtern abgesprochen. Das Leitbild scheint vielmehr ein politisches System zu sein, das der russische Publizist Sergej Markow als „gelenkte Demokratie“ bezeichnete. Von einigen Politologen wird Russlands politisches System auch als defekte Demokratie bezeichnet. Andere wiederum verweisen auf die Tatsache, dass die liberalen westlichen Werte in Russland nicht fest verankert sind, was bei der Beurteilung von Putins Politik zu berücksichtigen sei. Zu den Vertretern dieser Ansicht zählt z. B. der deutsche Altbundeskanzler Gerhard Schröder, der sich mit Putin persönlich gut versteht.

 

Der russische Staatspräsident besitzt schon aufgrund der Verfassung weitreichende Befugnisse. Putin hat diese Machtposition ausgebaut:

 

Er beschränkte die Macht der Gouverneure der Regionen drastisch.

Er schränkte die Pressefreiheit ein.

Er beschnitt den Einfluss der „Oligarchen“ in Medien und Politik.

Bei den Parlaments- und Präsidentenwahlen gewann Putin deutliche Mehrheiten. Bereits seit Januar 2002 werden die Mitglieder des Oberhauses des russischen Parlaments, des sogenannten Föderationsrats, nicht mehr durch die Gouverneure und die regionalen Parlamentspräsidenten gestellt, sondern nur noch durch vom jeweiligen Gouverneur oder Regionalparlament entsandte Vertreter. Die seit 1996 praktizierte direkte Wahl der Gouverneure in den Regionen der russischen Republik schaffte Putin Ende 2004 wieder ab. Seither schlägt der Staatspräsident den Kandidaten für ein Gouverneursamt vor, den die Regionalparlamente bestätigen müssen, wenn dieser sein Amt antreten soll.

 

Zur Festigung seiner Machtposition verstärkte Putin die staatlichen Eingriffe in die Arbeit von Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen. In westlichen Medien und von internationalen Bürgerrechtsorganisationen werden immer wieder Einschränkungen der Pressefreiheit in Russland kritisiert. Verwiesen wird z. B. auf mehrjährige Gefängnisstrafen von Kritikern wie Grigori Pasko und Igor Sutjagin. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland berichtet in seinen Länder-Informationen zu Russland zu den Einschränkungen der Pressefreiheit: Am deutlichsten ist die staatliche Einflussnahme im Bereich des Fernsehens. Alle drei landesweit sendenden TV-Stationen sind entweder direkt in staatlichem Besitz oder unter staatlicher Kontrolle. Im Radiobereich ist die Situation ähnlich.

 

Im Bereich der gedruckten Medien herrscht nach wie vor eine recht große Meinungsvielfalt. Auflagenstarke Moskauer Tageszeitungen äußern immer wieder deutliche Kritik an Putins Politik, an Verstrickungen von Politik und Justiz oder an Korruptionsaffären.

 

 

Gegenüber den Oligarchen verfolgt Putin eine Doppelstrategie: Während er gegen politisch ambitionierte Oligarchen wie Boris Beresowski und Wladimir Gusinski, die über Massenmedien Einfluss ausübten, scharf vorging, bezieht er die Mehrheit der „kremltreuen“ Unternehmer in einen fortgesetzten Dialog ein. Das Strafverfahren gegen Michail Chodorkowski, der an der Spitze des Mineralölkonzerns Jukos stand, zeigte erneut, dass Putin eine politische Rolle der Oligarchen im Sinne des Westens nicht duldet. Chodorkowski hatte eine Reihe von dem Westen nahe stehenden Parteien und Abgeordneten großzügig unterstützt. Die Presse sagte ihm nach, er habe Ambitionen für eine Präsidentschaftskandidatur. Weiterhin verhandelte er über einen Verkauf eines Kontrollpakets von 25 Prozent plus einer Aktie des Jukos-Kapitals an die US-Ölkonzerne Exxon Mobil oder Chevron. Ende Mai 2005 wurde Chodorkowski zu 9 Jahren Haft, insbesondere wegen Steuerhinterziehung, verurteilt. Das Vorgehen gegen ihn zeigt, dass der russische Staat versucht, die Kontrolle über die nationale Wirtschaft nicht in die Hände ausländischer Investoren zu geben, sondern bemüht ist, die eigene Industrie zu stärken und den Einfluss westlicher Investoren so gering wie möglich zu halten.

 

 

Bei den Wählern findet die Politik Putins indes viel Zustimmung. Nach den russische Parlamentswahlen 2003 (Duma), Anfang Dezember, erreichte die dem Präsidenten nahestehende Partei Einiges Russland mit 307 von 450 Sitzen eine Zweidrittelmehrheit. Von den Wahlbeobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wurden die Wahlen allerdings als „zwar frei, aber nicht fair“ kritisiert. Bei den Präsidentenwahlen am 14. März 2004 wurde Putin mit 71,3 Prozent im ersten Wahlgang wiedergewählt. Dieses Ergebnis kann zwar als deutliches Vertrauensvotum der Bevölkerung für seine Politik gelten. Von internationalen Wahlbeobachtern wurde allerdings mangelnde Chancengleichheit unter den Kandidaten kritisiert.

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Bevölkerung

Mai 25, 2008 at 12:30 pm (Bevölkerung)

Bevölkerung

 

Völker und Sprachen

Russland ist ein Vielvölkerstaat. So leben neben den Russen, die mit 79,8 Prozent die Mehrheit der Bevölkerung stellen, noch fast 100 andere Völker auf dem Gebiet des Landes. Größere Minderheiten sind die Tataren (4,0 Prozent), die Ukrainer (2,2 Prozent), die Armenier (1,9 Prozent), die Tschuwaschen (1,5 Prozent), die Baschkiren (1,4 Prozent), die Deutschen (0,8 Prozent) und andere. Zu den kleineren Minderheiten zählen beispielsweise die Mescheten und verschiedene Minderheiten jüdischen Glaubens. Sie sprechen meistens Sprachen aus dem Kreis der Uralische Sprachen (Samojedische Sprachen), Altaische Sprachen und Paläosibirische Sprachen.

 

Für viele nichtrussische Völker wurden Republiken mit weitgehender Autonomie errichtet. Diese wurde in den letzten Jahren jedoch wieder erheblich eingeschränkt. In den letzten Jahren erlebt Russland einen deutlichen Bevölkerungsrückgang von etwa 670.000 Einwohnern pro Jahr. Dennoch ist Russland das zweitwichtigste Einwanderungsland der Welt. Herkunftsländer sind hierbei vor allem die ärmeren, südlichen ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens und des Kaukasus, aber in zunehmender Zahl auch Afrika und Südostasien. Die Mehrheit der Einwanderer stellen bisher jedoch die Russen, die während der Sowjetzeit in anderen Teilrepubliken angesiedelt wurden und nun mit ihren Familien nach Russland zurückkehren.

 

Russisch ist die einzige überall geltende Amtssprache, parallel dazu wird in den einzelnen autonomen Republiken oftmals die jeweilige Volkssprache als zweite Amtssprache verwendet. Das kyrillische Alphabet ist die mit der Ausnahme Tatarstans einzige offizielle Schrift und es besteht die Richtlinie, dass alle jeweiligen Sprachen in Kyrillisch zu schreiben sind. Tatarisch wurde als einzige Ausnahme ab 2001 gegen den Widerstand der in Tatarstan ansässigen russischsprachigen Bevölkerung ausschließlich in lateinischer Schrift geschrieben. Diese Praxis verbot das Russische Verfassungsgericht jedoch im November 2004 mit der Begründung, dass für die Einigkeit Russlands eine einheitliche Schrift notwendig sei.[2]

 

Mehr als 80 Prozent der Russen leben in den westlichen Gebieten des Landes sowie im Süden Russlands.

 

Während manche Minderheiten wie etwa Armenier und Deutsche auf die verschiedensten Regionen Russlands verteilt sind, gibt es auch auf europäischem Boden, also zwischen dem traditionellen russischen Siedlungsgebiet und dem Ural mehrere indigene Völker. Groß ist die Zahl der Ethnien im Kaukasusgebiet, das erst im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts zu Russland kam.

 

 

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Gebirge und Berge

Mai 25, 2008 at 12:28 pm (Gebirge und Berge)

Gebirge und Berge

 

Satellitenaufnahme des Kaukasus: Im Norden der Große, im Süden der Kleine Kaukasus. Die russische Topografie ist sowohl von vielen Gebirgen und Gebirgszügen als auch von Senken geprägt.

 

Die bedeutendsten Gebirge in Russland sind (alphabetisch):

 

Altai, Baikalgebirge, Chibinen, Kaukasus, Kolymagebirge, Putoranagebirge, Sajangebirge, Stanowoigebirge, Stanowoihochland, Tannu-ola-Gebirge, Tscherskigebirge, Ural, Werchojansker Gebirge.

 

Der höchste Berg in Russland ist der Elbrus (5.642 Meter) im Kaukasus.

 

 

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Flüsse

Mai 25, 2008 at 12:22 pm (Flüsse)

Flüsse
Im europäischen Teil Russlands ist der wichtigste Fluss die Wolga. Sie ist der längste Fluss Europas und verläuft ausschließlich in Russland. Nach 3.534 Kilometern mündet sie schließlich ins Kaspische Meer. Als Wasserweg erfährt die Wolga besondere Bedeutung, da sie Nordeuropa mit Zentralasien verbindet. Eine große Bedeutung für die slawischen Staaten besitzt auch der Dnepr (auch Dnjepr genannt). Der Strom entsteht westlich von Moskau und fließt anschließend durch Weißrussland und die Ukraine, wo er ins Schwarze Meer mündet. Über den Dnepr-Bug-Kanal ist er mit dem polnischen Fluss Bug und mit Weichsel und Memel verbunden, was den Dnepr zu einer wichtigen Wasserstraße macht.

Flüsse, die in das Kaspische Meer entwässern:

Die Wolga entspringt in den Waldaihöhen beim Dorf Wolgowerchowe (228 m ü. NN) und mündet ins Kaspische Meer (-28 m), hat also ein Gefälle von 256 Metern und ist mit 3.534 Kilometer Länge der längste Fluss Europas.
Die Kama ist ein 1.805 Kilometer langer, linker und der größte Nebenfluss der Wolga im europäischen Teil von Russland.
Die Wjatka ist ein 1.314 Kilometer langer Zufluss der Kama im Osten des europäischen Teils von Russland.
Die Oka ist ein rechter, 1.480 Kilometer langer Nebenfluss der Wolga im europäischen Teil Russlands.
Die Moskwa entspringt in den Smolensker Höhen, fließt von dort durch die zentralrussischen Oblaste Smolensk und Moskau und mündet in die Oka.
Der Ural entspringt im gleichnamigen Gebirge und verläuft in Richtung Süden nach Kasachstan. Da er erst jenseits der kasachischen Grenze schiffbar wird, hat er für Russland nur geringe wirtschaftliche Bedeutung, jedoch wird er allgemein als Teil der Innereurasischen Grenze angesehen.
Flüsse, die in den Atlantik entwässern:

Die Newa in Sankt PetersburgDie Newa durchquert Sankt Petersburg (Leningrad) und mündet in die Ostsee.
Der Wolchow entspringt aus dem Ilmensee und mündet bei Sjasstroi in den Ladogasee.
Die Düna ist ein in die Ostsee mündender, 1.020 Kilometer langer Strom in Russland, Weißrussland und im Baltikum.
Der Pregel mündet hinter Kaliningrad (Königsberg) in das Frische Haff.
Die Memel, russ. Neman, ist ein 937 Kilometer langer Strom, der durch Weißrussland und Litauen fließt und vor der Mündung ins Kurische Haff und die Ostsee fließt, Grenzfluss zwischen der Kaliningrader Oblast und Litauen ist.
Der Don mündet in das Asowsche Meer, ein Binnenmeer des Schwarzen Meeres.
Der Kuban fließt vom Elbrus aus 906 km durch das Hochland von Stawropol bis zum Asowschen Meer. Der Fluss ist wirtschaftlich bedeutend, da er schiffbar ist.
Flüsse, die in das Polarmeer entwässern:

Schiffshebewerk am Jenissei bei KrasnojarskDie Petschora (Fluss) ist ein 1.809 Kilometer langer, zum Nordpolarmeer fließender Strom im nördlichen, europäischen Teil Russlands.
Der Ob entwässert 2.430.000 km² mit etwa 13.070 m³/sec (Jahresdurchschnitt 1994). Er fließt aus dem Altai in den Arktischen Ozean.
Der Tschulym ist ein 1.799 km langer Nebenfluss des Ob. Mit seinem rechten Quellfluss Weißer Ijus ist er 2.023 Kilometer lang.
Der Irtysch ist mit 4.248 Kilometer der längste Nebenfluss des Ob.
Der Tobol ist ein 1.591 Kilometer langer Zufluss des Irtysch in Kasachstan und Russland.
Der Jenissei entwässert 2.440.000 km² mit etwa 20.022 m³/sec (Jahresdurchschnitt 1995) und fließt aus dem Sajangebirge in den Arktischen Ozean.
Die Angara ist der einzige Abfluss des Baikalsees und mündet in den Jenissei.
Die Selenga ist ein Zufluss des Baikalsees und damit der Angara. Sie entspringt in der Mongolei.
Die Steinige und die Untere Tunguska münden in den Jenissei.
Die Lena entwässert 2.460.000 km² mit etwa 16.440 m³/sec (Jahresdurchschnitt 1994) und entspringt im Baikalgebirge. Sie mündet bei Tiksi.
Die Indigirka entspringt südwestlich des Tscherskigebirges und mündet bei Polarnoje, bei Yurty führt der Fluss 4.9 m³/sec (Januar 1990) und 967 m³/sec (Juli 1990).[1]
Die Kolyma entwässert 526.000 km² mit etwa 2.728 m³/sec (Jahresdurchschnitt 1994) und fließt vom Tscherskigebirge nach Tscherski, wo sie mündet.
Flüsse, die in den Pazifik entwässern:

Der Amur, 2.824 km, mit Quellflüssen sogar 4.411 km lang, bildet oberhalb der Ussurimündung seit 1858/1860 einen Teil der Grenze zwischen Russland und China.
Der Ussuri ist ein rechter Nebenfluss des Amur in Russland und China. Der 588 Kilometer lange Fluss entspringt in Russisch-Fernost nordöstlich von Wladiwostok im Süden des Sichote-Alin-Gebirges.
Die Seja (russisch Зея) ist ein linker und etwa 1.200 Kilometer langer Nebenfluss des Amur in der Oblast Amur.

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Geografie

Mai 25, 2008 at 12:16 pm (Geografie)

Geografie

 

Angrenzende Staaten und Meere

Im Folgenden sind die an Russland angrenzenden Nachbarländer und Meere entgegen dem Uhrzeigersinn aufgeführt. Die Grenzlänge ist hinter den jeweiligen Staaten in Klammern angegeben.

 

Russland und die Volksrepublik China haben mit jeweils vierzehn die größte Anzahl von Nachbarstaaten mit einer Landgrenze.

 

Das russische Kernland grenzt an die Staaten Norwegen (196 Kilometer) und Finnland (1.340 Kilometer), gefolgt von einem kurzen Küstenstreifen zur Ostsee. Danach teilt sich Russland eine Grenze mit den baltischen Ländern Estland (294 Kilometer) und Lettland (217 Kilometer), weiter südlich gefolgt von Weißrussland (959 km) und der Ukraine (1.576 Kilometer).

 

Das Schwarze Meer trennt die europäischen Grenzen Russlands von den asiatischen. Im Kaukasus grenzen Georgien (723 Kilometer) und Aserbaidschan (284 Kilometer) an. Es folgt ein Küstenstreifen am Kaspischen Meer und eine lange gemeinsame Grenze mit Kasachstan (6.846 Kilometer).

 

In Ostasien grenzt Russland erstmals an die Volksrepublik China (etwa 40 Kilometer) und dann an die Mongolei (3.485 Kilometer). Danach trifft das russische Hoheitsgebiet zum zweiten Mal mit dem der Volksrepublik China zusammen (3.605 Kilometer). Mit Nordkorea (19 Kilometer) besteht die letzte Landverbindung zu einem anderen Staat. Danach folgen die Küstenlinien zum Japanischen/Ost, dem Ochotskischen Meer, zum Pazifischen Ozean und schließlich zur Beringsee. Über die nur etwa 85 Kilometer schmale und 30 bis 50 Meter tiefe Beringstraße ist Russland im äußersten Osten von Alaska getrennt.

 

Der gesamte nördliche Teil des Landes grenzt an den Arktischen Ozean. Dort liegen verschiedene zu Russland gehörende Inseln, als nördlichste Franz-Josef-Land. Die Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt 20.017 Kilometer, die Küstenlinie umfasst 37.653 Kilometer.

 

Neben dem Kernland besitzt Russland noch eine Exklave, den nördlichen Teil des ehemaligen Ostpreußens, die heutige Oblast Kaliningrad. Die Exklave grenzt an Litauen (227 Kilometer) und Polen (206 Kilometer) und gehörte bis 1945 zu Deutschland.

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